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Frauenkraut für Frauenkörper

Stephanie Außerhofer erklärt die Wirkung des Frauenmantels

Stephanie Außerhofer erklärt die Wirkung des Frauenmantels

26.04.2019 Gemeindeamt Schnifis

Trotz des schlechten Wetters haben wir uns am 26.04. nach draußen in den strömenden Regen gewagt, um von Stephanie Außerhofer vieles über Heilkräuter aus unserer direkten Umgebung zu lernen. Zuerst hat uns die diplomierte Shiatsu Praktikerin und Kräuterexpertin einiges über das Kräutersammeln im Allgemeinen erzählt, worauf zu achten und welche Mondphase besonders günstig dafür ist. Wir haben gelernt, dass man beim Kräuter sammeln nur mit Keramikmesser schneiden soll und welche Arten der Zubereitung bzw Anwendung es gibt. Anschließend haben wir uns auf den Weg gemacht und bereits nach wenigen Gehminuten die ersten heilsamen Pflanzen gefunden. Zwischendurch durften wir noch eine geleitete Gehmeditation erleben und konnten dadurch die Natur mit all unseren Sinnen noch intensiver wahrnehmen. Nach rund zwei Stunden trafen wir entspannt und mit viel neuem Wissen wieder beim Gemeindeamt in Schnifis ein.


Frauenmantel zählt zu den meistgenutzten Frauenkräutern überhaupt. Er hilft bei Periodenkrämpfen, gleicht prämenstruelle Stimmungsschwankungen aus und wird auch bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.

Der fein aromatisch schmeckende Gundermann wird auch „wilde Petersilie“ genannt und ebenfalls vielseitig in der Küche und als Heilkraut angewendet. Tinkturen, Tees oder Badezusätze helfen bei eitrigen Wunden und Harnwegsinfekten.

Ein richtiger Allrounder unter den Heilkräutern ist die Schafgarbe: Sie enthält alle 12 Schüßler Salze und hat ein vielseitiges Anwendungsspektrum von krampflösend über entzündungshemmend bis hin zu Monatsblutungsregulierend.

Aus Spitzwegerich kann man leicht einen hustenreizstillenden Honig zubereiten oder ihn gegen Juckreiz nach Insektenstichen auf der Haut zerreiben.

Hirtentäschel wirkt gut als Blutstiller bei langen Monatsblutungen und ist Blutdruckregulierend.

Ein sehr guter Eisen- und Vitamin C-Lieferant ist die Brennnessel. Ihre Blätter können ebenfalls als Tee oder aber auch frisch als Suppen oder Spinat zubereitet werden und wirken schmerzlindernd und immunstärkend.

Auch die allbekannten Gänseblümchen finden nicht nur in der Küche als bunte Farbtupfen im Salat ihre Anwendung, sondern entfalten auch als Tinkturen oder Tees ihre blutstillende und antibakterielle Wirkung. Nach der Geburt kann das Gänseblümchen für die Rückbildung der Gebärmutter unterstützend wirken.

Die Ähnlichkeit der Blütenform der Goldnessel zum weiblichen Genitaltrakt ist unverkennbar. Ihre Anwendung kann bei vielen Frauenleiden, zum Beispiel als Sitzbad, Linderung verschaffen.